Mit Teamwork (VII; VI A0) aufs Hohe Brett (Berchtesgadener Alpen/Bayern)

Startpunkt

Von Berchtesgaden geht es über die B319 auf den Obersalzberg und beim Dokumentationszentrum (Kreisverkehr) rechts über die Scharitzkehlstraße nach Hinterbrand zum Wanderparkplatz vor der Mittelstation der Jennerbahn.

Hier geht’s zum Google Maps Link zum Parkplatz Hinterbrand >>

Beschreibung der Tour

Man geht zunächst die Forststraße entlang und dann einem Weglein folgend bis zur angeschriebenen Mitterkaseralm.

Bei der Mitterkaseralm dann die Forststraße zu Ende gehen und geradeaus dem Steiglein hoch folgen. Der Normalweg zum Jägerkreuz geht nach rechts weg – das ist aber der falsche Weg zum Einstieg. Den steilen Pfad im Wald aufsteigen, welcher dann später nach links zieht (nicht zu früh queren, die Steigspuren sind eigentlich gut sichtbar). Man erreicht den Latschengürtel und quert die Südwestwand des Hohen Bretts. Der Einstieg zu der Tour ist in der zweiten großen Schlucht. Vor dem Einstieg ist eine kleine Schotterfläche erkennbar, bzw. ist links davon die Tour „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ und rechts der Teamwork ist die „Abenteuerland“, welche man recht gut durch die kleine Grotte erkennt, die man durchklettern muss (A1).

Die Kletterroute Teamwork führt in den ersten beiden Längen recht leicht über flache Platten mit rauem Fels und Wasserrillen (3+). Aber der dritten Seillänge beginnt die eigentliche Kletterei zuerst mit 4+ dann wieder mit Wasserrillen-Kletterei im oberen 5. Grad (5+). Wem diese Art von Kletterei liegt, wird sie recht einfach vorkommen, ansonsten ist schon etwas Technik gefragt. Der erste Quergang führt dann zu einem Stand vor einer markanten Schuttrinne (5). Diese quert man um auf der gegenüberliegenden Wand ein bisschen unterhalb des Querrisses entlangzuklettern (4) bis zum Stand unter den großen Platten, bzw. einem leichten Überhang. Wer bis hier Probleme hatte sollte unbedingt abseilen, denn nun beginnt der schwere Teil, der an Schwierigkeit mit den vorherigen Längen nicht mehr vergleichbar ist.

Die erste der schweren Seillängen (-6/6) führt zuerst über einen kurzen Überhang, der aber recht gut zu bewältigen ist. Danach weiter über Platten mit relativ guten Griffen zum nächsten Stand. Die nächste Seillänge (6/6+) ist mit der Schlüssellänge fast gleichzusetzen. Sie beginnt relativ leicht, geht danach über eine brüchige Schuppe in einer kleingriffigen und glatten Quergang, welcher mit einem steilen Aufschwung über Wasserrillen zum Stand führt.

Die letzte schwierige Seillänge (7 oder 6 A0) besteht aus einem Quergang, der am Ende über einen plattigen Aufschwung (mit leichtem Bauch) zu einer kleinen Verschneidung hochzieht. Tipp: Wer diese Passage ohne Griff in die Expresse bewältigen will, sollte sich unter den Haken halten, um den Untergriff bis zum Ende nutzen zu können und kann sich bei dem kurzen Aufschwung (wo darüber die Seile zum Hochziehen hängen) ein bisschen rechts halten. Dort sind ein paar kleine Griffe zu finden und der Bauch ist nicht mehr so markant. Der Stand ist dann oberhalb dieser kleinen Verschneidung. Die Sicherungsabstände in dieser Seillänge sind teilweise unter 3m, daher kann man sie gemeinsam mit den Sicherungsschlingen oberhalb des Bauchs, die fix platziert sind, sehr gut A0 klettern.

Nach der Schlüsselseillänge folgen nur noch eine Seillänge (5) über eine Platte mit guten Griffen und der Ausstieg über eine Seillänge 4+, welche ihre Schwierigkeit in der Verschneidung unter dem Stand hat.

Die Tour endet an einem gemütlichen Platz, wo man umziehen, Seile aufschießen und was trinken kann. Obwohl man über die Route abseilen kann, ist es zu empfehlen noch den kurzen Aufstieg zum Jägerkreuz zu machen (praktisch keine Höhenmeter und man lässt nicht unnötigerweise Steine auf nachfolgende Seilschaften purzeln).

Wer noch Kraft hat, kann vom Jägerkreuz noch weiter gehen auf das Hohe Brett (markierter Weg, ca. 150 Höhenmeter). Hier kann man dann entweder über den Alpeltalsteig gehen, welcher direkt am Parkplatz endet (Achtung bei Schnee – der Steig verläuft nordseitig), oder wieder zurück zum Jägerkreuz marschieren und von dort über einen Steig vor dem Pfaffenkegel zum Weidbach und weiter zur Mitterkaseralm (durchgehend markiert). Die Mitterkaseralm ist bewirtschaftet, daher empfiehlt sich ein kurzer Stopp. Weiter runter kommt man dann wieder über den Aufstiegsweg bis zum Parkplatz.

Empfehlungen & Hinweise

  • Flüssigkeit mitnehmen – selbst im Frühling und Herbst ist die Sonneneinstrahlung beachtlich
  • Achtung Steinschlag: Die Route führt anfangs über flaches Gelände unter grasdurchsetzen Flächen – Gämsen können bis nach der Querung durch die Schuttrinne Steinschläge verursachen
  • Abseilen über die Route sollte vermieden werden (Steinschlag) – als Abseilpiste sollte wenn notwendig die Nachbarroute “Sommer, Sonne, Sonnenschein” verwendet werden
  • Nicht unterschätzen – die leichten Anfangsseillängen sollten nicht über den Schwierigkeitsgrad der Route hinweg täuschen – der 6.Grad muss beherrscht werden

Unsere Equipmentempfehlungen

Literaturempfehlung

Details zur Tour findet ihr ebenso noch auf der Website von Markus Stadler.

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