Glockturm – Überschreitung (Ötztaler Alpen / Tirol)

Startpunkt

Als Stützpunkt wählen wir die Hohenzollernhütte, zu welcher wir am Vortag von Pfunds-Dorf mit einem Taxizubringer durch das Radurschltal aufgestiegen sind.

Beschreibung der Tour

Von der Hohenzollernhütte geht es entlang des markierten Weges zuerst weiter taleinwärts und danach links der ehemaligen Gletschermoräne steil ins Hüttekar hinauf. Es geht in Serpentinen immer weiter hinauf bis zum Beginn des Hüttekarferners. Ab hier müssen die Steigeisen angezogen werden, aber der Gletscher ist so spaltenarm, dass wir auf das Seil verzichten (Achtung: Keine Empfehlung – das muss je nach Bedingungen jeder für sich selbst entscheiden). Nach einer kurzen flacheren Passage wird es schnell wieder sehr steil und wir steigen bis zum gut sichtbaren Riffljoch in Serpentinen hoch.

Am Riffljoch angekommen hat man die Möglichkeit ein Depot zu machen und alles hier zu lassen, was nicht für den Aufstieg benötigt wird. (Achtung: Wenn man sein Zeug am Riffljoch zurücklässt, kann nicht der alternative Abstiegsweg gewählt werden).

Die Bedingungen auf den Grat zum Glockturm hinauf müssen vor Ort beurteilt und eingeschätzt werden. Der Weg ist durchaus steil, teilweise absturzgefährdet und führt in wenigen, leichten Kletterstellen (I und II) über brüchiges Gestein. Große Mengen an Schnee können auch im Sommer den Weg erschweren, Sicherungsmöglichkeiten gibt es im losen Gestein nur wenige. Am Ende des Grats befindet sich noch eine steile Firnwand zum Gipfel, die überwunden werden muss (auf Lawinen achten). Der Gipfelgrat ist grundsätzlich nicht schwierig zu begehen, man sollte dennoch Vorsicht walten lassen 🙂

Der Abstieg erfolgt einerseits über den Aufstiegsweg zum Riffljoch zurück und von hier über flachere Hänge auf die andere Seite ins Rifflkar zu den beiden Seen (wunderschöne Kulisse). Oder alternativ über den Südostgrat zu ebenjenen Seen absteigen (bei guten Schneebedingungen kann hier gut abgerutscht werden). Weiter geht der Weg immer der Beschilderung zur Gepatschalpe folgend. Man sollte sich im Vorhinein auf einen langen Abstiegsmarsch vorbereiten, da der Weg zur Gepatschalpe entsprechend Ausdauer erfordert. Von der Gepatschalpe kann man mit den Bus oder per Anhalter zurück ins Tal fahren.

Empfehlungen & Hinweise

  • Die Tour ist sehr lang und man hat unterwegs keine Hütte, daher genug zu trinken und zu essen einpacken
  • Pickel, Steigeisen und Seil müssen für die verschiedenen Bedingungen auch im Sommer mitgebracht werden (Gletscherkontakt)
  • Der Abstiegsweg zur Gepatschhütte ist lang, wer sich das ersparen, bzw. ohnehin zur Hohenzollernhütte zurück muss, kann natürlich auch über den Aufstiegsweg absteigen
  • Ist man an der Straße Richtung Gepatschhütte angekommen, lohnt es sich Auto zu stoppen, da der weitere Abstieg noch mühsam und lang ist (nochmals 1 ½ Stunden)

Unsere Equipmentempfehlungen

Bergliebe teilen >>

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*