Klettersteig auf das Selbhorn über Herzogsteig (C/D) (Salzburg)

Startpunkt

Man fährt Richtung Saalfelden und von dort zum Ferienhaus Rohrmoos in Krallerwinkl. Dort gegenüber ist dann der Parkplatz von dem man die Tour startet.

Hier geht’s zum Google Maps Link zum Parkplatz >>

Beschreibung der Tour

Von diesem Startpunkt (auf circa 900m) gibt es verschiedene schöne Touren – eine davon geht auf die Schönfeldspitze gleich neben dem Selbhorn. Wir gehen aber gleich direkt an der Forststraße hinauf (nicht links über den Bach) und folgen den Serpentinen und Abkürzungen Richtung Lechneralm (1263m). Von dort geht es weiter zum Braggstein (ein kleiner Gipfel auf 1857m). Zu diesem Zeitpunkt hat man circa die Hälfte des Weges zurück gelegt, wer sich also nicht fit fühlt, kann hier sehr schön am Kamm verweilen und später absteigen.

Für uns geht es weiter den Kamm hinauf bis zu einer Weggabelung der man links folgt (Achtung: die Beschilderung kann leicht übersehen werden). Danach weiter bis man auf circa 2200m den Einstieg zum Klettersteig findet (ein kleiner Steig geht nach rechts zur Wand, man sieht dort eine Bank und ein Schild).

Wir ziehen uns bei der Bank um und steigen in den Klettersteig ein. Der Herzogsteig ist durchwegs anstrengend. Oft ist an den leichten Passagen kein Stahlseil, sondern ein ganz normales Seil vorzufinden. Der Gebrauch dessen ist relativ unangenehm, da es viel mehr nachgibt als das Stahlseil. Im Prinzip ist dieses nicht zum Anhalten zu verwenden, sondern dient der reinen Absturzsicherung.

Der Klettersteig ist recht kraftraubend und wird durch den langen Zustieg (circa 2-3 Stunden) zur anspruchsvollen Tour. Der Anfang ist gleich ziemlich knackig, dazwischen wird es zwar vom Schwierigkeitsgrad besser, aber eine Querung mit Schwierigkeit B/C und im oberen Drittel eine (kurze) Gehpassage am Grat lassen das Adrenalin strömen. Die anhaltenden Schwierigkeiten vor allem im oberen Bereich sollten nicht unterschätzt werden. Wer Angst vor luftigen Passagen hat, sollte diesen Klettersteig eventuell nicht versuchen (vor allem da diese erst im oberen Bereich kommen und daher ein Umkehren sehr mühsam ist).

Oben angekommen genießt man die Aussicht und geht weiter zum Hauptgipfel des Selbhorns auf 2655m mit schönem Gipfelkreuz. Danach kann man entweder in die Luegscharte absteigen oder den Umweg über die Buchauer Scharte machen (angeblich weniger ausgesetzt). Wir steigen in die Luegscharte ab, aber hier ist besondere Vorsicht vor Ausrutscher geboten, da das Gelände sehr steil ist. Der Schotter unter den Füßen macht den Abstieg dabei zusätzlich unangenehm und der Weg zurück ist sehr weit. Wieder beim Einstieg zum Klettersteig angekommen freuen wir uns wieder einen besseren und sichereren Weg vor uns zu haben.

Der weitere Abstieg ist wie der Aufstieg, wobei es sich lohnt am Braggstein eine Rast einzulegen und/oder bei der Lechneralm einzukehren.

Empfehlungen & Hinweise

  • Wer beim Braggstein schon Ermüdungserscheinungen im Aufstieg hat, sollte eventuell hier bleiben und wieder umkehren, die Schwierigkeiten fangen hier erst an
  • Unbedingt die eigene Kondition und das Wetter im Auge behalten, bei Gewitterwahrscheinlichkeit oder „schlechten Tagen“ lieber nicht einsteigen
  • Großes Schuttband in der Mitte der Tour ist die letzte „Pausenmöglichkeit“ vor dem letzten schwierigen Drittel der Tour
  • Die Gratpassage (Örgeischnakel) ist sehr unangenehm, da man drübergehen muss und sich nicht mit den Händen anhalten kann (persönlicher Albtraum) – erfordert hohe Konzentration!

Unsere Equipmentempfehlungen

TOPO vom Herzogsteig auf das Selbhorn findet ihr hier auf bergsteigen.com >>

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