Paternkofel (Italien) Nordwestgrat (IV)

Startpunkt

Um zum Parkplatz beim Rifugio Auronzo zu gelangen, muss man auf einer Mautstraße hinauffahren. Diese kostet 25 Euro pro Fahrt und 7 Euro pro Nacht. Daher zahlt es sich aus einmal hinaufzufahren und oben dann zu bleiben um ein paar Touren zu machen.

Hier geht’s zum Google Maps Link zum Parkplatz der Drei Zinnen beim Rifugio Auronzo >>

Hier das PDF zu den Preisen der Mautstraße >>

Beschreibung der Tour

Vom Parkplatz beim Rifugio Auronzo folgt man dem Weg Richtung Rifugio Lavaredo (man kommt bei einer kleinen Kapelle vorbei) und geht weiter Richtung Dreizinnenhütte (Rifugio Lucatelli/Innerkofler). Am Paternsattel oben angekomen (Forc. Lavaredo) folgt man dem oberen Steig (nicht der Straße) der an der Westseite des Patenkofel querend entlangführt.

Diesen Weg geht man bis zur Nordwestseite des Paterkofel. Dort sieht man leichte Steigspuren auf einem markanten Gras/Fels-Gemisch zwischen den Schuttrinnen hinauf und hier weiter links haltend über schwer zu erkennende Steigspuren aufsteigen bis zu einer kleinen Felsplattform mit Steinmann. Am besten man stellt sich dann direkt neben den Steinmann und sieht Richtung Wand. Man erkennt dann eine einzelne Sanduhr mit Rebschnur, diese kennzeichnet den Einstieg.

Für den Aufstieg ist eine Topo zu empfehlen. Die Tour hält sich anfangs rechts des Grats über die mäßig steilen Wände, die Schlüsselseillängen sind ein gut zu kletternder aber schwer abzusichernder Kamin (IV) und danach die Schlüsselstelle (IV) welche als Quergang oder direkt (auch A0) erklettert wird. Danach relativ gerade am Grat hinauf, die letzte Platte (IV) ist mit 2 Haken gut gesichert. Schließlich geht man noch 100 Klettermeter quer über den luftigen Grat bis zum Gipfel, indem man noch einen kleinen Turm überklettert (Haken vorhanden).

Der Abstieg geht über einen versicherten Steig (Klettersteigausrüstung ist nicht wirklich notwendig). Allerdings ist dieser Normalweg sehr gut besucht und es kann daher durchaus zu Wartezeiten beim Abstieg kommen. Dennoch ist dieser Klettersteig, der unter anderem durch einen alten Stollen führt durchaus empfehlenswert.

Wer gut in der Zeit liegt kann nach einem Mittagessen auf der Dreizinnenhütte noch die Nordwände der Drei Zinnen über den oberen Steig besichtigen (sehr beeindruckend die Überhänge zu sehen).

Die TOPO für diese Tour findet man im Buch Klettern in CORTINA D’AMPEZZO und Umgebung von Mauro Bernardi >>

Empfehlungen & Hinweise

  • Die Tour ist wirklich schön, liegt aber bis am Nachmittag im Schatten und es kann hier daher durchaus ein paar Grad kühler sein – Jacke einpacken
  • Die Kletterei ist nicht schwierig, aber es gibt einige luftige Stellen die man vor allem im Vorstieg ohne Sicherung nicht scheuen darf
  • Die Stände sind meistens neu gebohrt worden, bzw. es ist noch ein relativ guter Stand vorhanden, diese müssen nicht mobil eingerichtet werden
  • An der Schlüsselstelle ist ein Bohrhaken in Greifnähe vorhanden, wer will kann diese daher mit einem beherzten Griff in die Expresse bewältigen (A0), da der Quergang auch nicht unbedingt einfach ist
  • Am Gipfelgrat den kleinen Turm einfach ein bisschen rechts hinaufklettern – das geht wunderbar und danach geht es wieder einfacher weiter (am Fels ist auch ein Haken zum Sichern angebracht)
  • Wer den Abstiegsweg über den Klettersteig nimmt muss eine Stirnlampe für den Stollen einpacken!

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